Was sagt mir 'Gott'?
Staunen und Ehrfurcht
Es ist sehr schwierig, die Gedanken und Gefühle stichwortartig zu fassen, die bei mir als orthodoxem Christen, als Mönch und Vorsteher einer Landeskirche entstehen, wenn ich „Gott" sage oder höre. Meines Erachtens erlebt jeder Gläubige eine breite Gefühlspalette, wenn er sich an den Schöpfer wendet oder seinen Namen erwähnt. Was mich anbetrifft, gehören dazu unter anderem meine Kindheitserinnerungen an die erste Beichte und den ersten Dienst als Küster am Altar. Dazu gehört auch das Gedenken an den Beginn meines Hirtendienstes in Estland. Dazu gehört die Dankbarkeit zu Gott dafür, daß Er mich in den für unsere Kirche schwierigsten Zeiten der Verfolgung seitens der gotteslosen Macht nicht verlassen hat. Dazu gehört Staunen und Ehrfurcht vor dem Wunder der Auferstehung unserer Kirche aus Ruinen für die letzten zehn/fünfzehn Jahre.
Als Vorsteher der russischen orthodoxen Kirche verspüre ich ausdrücklich die Anwesenheit Gottes und Seine Hilfe nicht nur im Wiederaufbau der zerstörten und entweihten Heiligtümer, sondern auch in der Wiedergeburt der Seelen vieler Menschen, die derzeit erstmals seit Jahrzehnten des militanten Atheismus über die Kirchenschwelle schreiten. Man kann sehen, daß in unserer Kirche - in Rußland, Ukraine, Weißrußland, Moldawien und anderen Ländern - Gotteshäuser sich mit Gläubigen füllen. Klöster wiederaufleben, Theologie- und Sonntagsschulen eröffnen. Die Anzahl der Geistlichen unserer Kirche allein ist gegenüber 1988 um das Fünffache gestiegen. Diese und viele anderen Tatsachen gelten für mich persönlich als triftiges Zeugnis für die Gnade Gottes zu unserem Volk.
Wenn ich die Diözesen der russischen Kirche besuche, wundere ich mich immer über Licht, Liebe und ruhige Existenzsicherheit, die die Augen der Gläubigen in vielen Städten und Siedlungen ausströmen. Ich sehe ausdrücklich die Wirkung des Heiligen Geistes und das Wehen des Segens Gottes, die unser Volk und unsere Kirche nicht verlassen. Und dieses Sehen füllt mich mit der Hoffnung darauf aus, daß wir jegliche Schwierigkeiten und Bitternisse zusammen überwinden können.

Alexij II., Patriarch von Moskau und Ganz Rußland
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