Was sagt mir 'Gott'?
Das Unzerstörbare
Bei Franz Kafka findet sich die pointiert-paradoxe Beobachtung: „Der Mensch kann nicht leben ohne ein dauerndes Vertrauen in etwas Unzerstörbares in sich, wobei sowohl das Unzerstörbare als auch das Vertrauen ihm dauernd verborgen bleiben können." Eine der Ausdrucksmöglichkeiten dieses Verborgenbleibens ist der Glaube an einen „persönlichen Gott." - Eine schmerzhaft-dialektische Formulierung! Denn Gott, das ist ja der Unverfügbare, der Verborgene, das und der ganz andere, der schweigt und zugleich gesprochen hat, durch Jesus Christus - so mein Glaube - und der heute spricht im herausfordernden Wort der Bibel und durch die unkonditionierte Zuwendung, die ich durch Menschen erfahre. So ermöglicht mir Gott (im Glauben an ihn), daß das Unzerstörbare eben nicht mein Ego ist, ermöglicht mir die Absage an meine/an menschliche Selbstüberschätzung und Selbstüberforderung, ermöglicht mir Demut vor seiner Schöpfung und seinen Geschöpfen, ermöglicht mir ein Aufgehobensein, das befreiend ist.

Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident
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