Was sagt mir 'Gott'?
Des Menschen Tun ist nicht vergeblich
Gott ist für mich kein abstrakter Schöpfer, kein unbekanntes, uns unzugängliches Wesen, sondern der persönliche Gott, der Gott des Christentums. Der „Vater" des Gebets, den ich anrufen, mit dem ich sprechen kann und der in mir zu mir spricht, wenn ich tief in mein Gewissen hineinhöre. Er ist treu und fürsorgend, und ich akzeptiere das Leid als eine rätselhafte Last, die der gesamten Schöpfung innewohnt. Ich begreife Gott durch Christus, durch sein Wort, das die Wahrheit und das Leben ist. Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbild zur Freiheit geschaffen, das heißt auch zur Verirrung und Sünde fähig, aber ausgerichtet auf Gottes Wahrheit und Barmherzigkeit. In dieser Freiheit liegt des Menschen Verantwortung. Die Menschenrechte, die der Heilige Geist in unser Herz eingepflanzt hat, sind Teil dieser Freiheit und Verantwortung des Menschen. Gott gibt uns die Fähigkeit, unser Gewissen laufend zu befragen, so erleben wir im Laufe der Jahrtausende eine sich steigernde Schärfung des Gewissens und Hingabe des Menschen an den Menschen. Ein abstrakter Gott gibt mir keine Antworten. Es ist der Blick auf Christus und den Menschen, aus dem ich die konkreten Antworten auf die Rätsel des Lebens schöpfe. Gerade als Richter des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte werde ich getragen von einer tiefen Hoffnung, daß des Menschen Tun, aufgehoben in Gott, nicht vergeblich ist.

Georg Ress, Dr. rer. pol., Dr. jur. utr., geboren 1935; Professor für öffentliches Recht, für Völker- und Europarecht an der Universität des Saarlandes, seit 1998 Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.
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