69. JAHRGANG 2017WWW.CHRIST-IN-DER-GEGENWART.DEFREIBURG, 30. April 2017

Dschihad 2015
Von der CIG-Redaktion
Die Unruhe nicht weniger Bürger wächst, ob die radikalislamische Terrorwelle, die sich von Afrika über Arabien und Mittelasien bis nach Australien ausgebreitet hat, nicht doch auch Europa trifft, mitten ins zivile Leben hinein. Das ist der Grund für Irritatio­nen angesichts einer politisch korrekten Beschwichtigungsrhetorik, die im Widerspruch steht zu dem, was weltpolitisch der Fall ist und was aus Polizei- und Geheimdienstkreisen über die immens hohe Zahl an Dschihadisten und Sympathisanten mitten unter uns an die Öffentlichkeit dringt. Werden wir über die Realitäten im Unklaren gelassen? Der islamische Untergrund scheint mächtiger zu sein als einst die für die Bundesrepublik brandgefährliche linke Terrororganisation Rote Armee Fraktion. Dass „Heilige Krieger“ unter dem Deckmantel von Kriegsflüchtlingen bei uns untertauchen und quasi unbehelligt Aktivisten rekrutieren, weckt berechtigte Sorgen. Diese naiv oder einfach nur frech als „Rassismus“ zu brandmarken und nachdenkliche, gebildete Demokraten pauschal medial in die rechte Ecke der „Fremdenfeindlichkeit“ zu stellen, dient weder der Aufklärung der Tatsachen noch dem Kampf gegen die Ewiggestrigen.

Die Bundesregierung mit der in brisanten Fragen bevorzugt schweigsamen Kanzlerin an der Spitze, die nicht einmal mit einem symbolischen Burka-Verbot ein klares Signal zu setzen wagt, wird sich zur inneren (Un-)Sicherheit erklären müssen. Der Radikalislam führt den Kampf der Kulturen offen und offensichtlich. Der Dschihad richtet sich zuerst gegen die vom Westen hofierten korrupten islamischen Regime und Protz-Eliten, denen das Leid der zum Elend verdammten islamischen Massen gleichgültig ist. Er richtet sich zweitens gegen Christen, Andersgläubige und einen Gewohnheitsislam, der den „Ur-Muslimen“ des dritten Jahrtausends ein Gräuel ist. Erst danach geht es gegen den „moralisch verkommenen“ Westen.

Diese Fakten wahrzunehmen und der weltrevolutionären Strömung des Islam in Solidarität mit den brutal verfolgten Christen des Orients vehement entgegenzutreten, bedeutet keineswegs, Muslime geringzuachten. Verlangt ist Redlichkeit, auf allen Seiten. Wenn Leute, die das Christentum verachten, zu wissen meinen, was am Islam falsch sei, braucht es Widerstand gegen diese antireligiösen Ignoranten. Die Muslime aber müssen lauter bekennen, was in ihrer Tradition verwerflich und reformnotwendig ist, unter den Glaubenden wie ihrer Geistlichkeit. Das Christentum hat mühsam die aufklärerische Vernunft erlernt, die als Feind kam, aber zum Freund modernen Christseins wurde. Für die freie Republik gilt beim Gewaltislam dasselbe wie bei jedem Radikalismus, ob links oder rechts: Wehret den Anfängen! Der Real-Dschihad der Massaker ist die weltpolitische Herausforderung Nummer 1. Der 11. September 2001 markiert den Anfang.

CIG 1/2015


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