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Spaeth, Martin: Wie schnell müssen wir leben?
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Plädoyer wider die gnadenlose Beschleunigung (Matthias-Grünewald-Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2009, 160 S., 16,90 €).
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Weshalb entkommen wir trotz aller Hilfsmittel zum Zeitsparen, zur besseren Organisation und Planung dennoch nicht der „Beschleunigungsfalle"? Das Grundproblem liegt nach Auff assung von Martin Spaeth darin, „dass das Vertrauen auf Gott und das von ihm geschenkte Heil immer mehr schwindet. So versuchen wir, unser Glück und unser Heil selbst zu schaffen - durch grenzenlosen Aktivismus."
Der kleine Band bietet einen kurzen Überblick über die geschichtliche Entwicklung von Zeitdarstellungen, Zeitmessung und Zeitempfinden, immer auch im Hinblick auf die Zeitwahrnehmung innerhalb der christlichen Religion. Über die Theorie, dass gerade der christliche Mensch im Spannungsfeld des „Schon, aber noch nicht" anfällig ist für Zeit-Krankheiten, führt uns der Verfasser zu einem Plädoyer für ein Leben zwischen Aktivismus und Nichtstun, für ein „Leben in gelassener Verantwortung".
Christina Herzog
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