69. JAHRGANG 2017WWW.CHRIST-IN-DER-GEGENWART.DEFREIBURG, 24. September 2017

Erne, Thomas / Schüz, Peter: Der religiöse Charme der Kunst
(Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2012, 332 S., 39,90 €)
Im Marburger „Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart“ hat die evangelische Kirche eine wissenschaftliche Einrichtung, um die sie die Katholiken beneiden, zumal seit die Bischofskonferenz die „Zentralstelle Bildung“ und die „Arbeitsgruppe Kirchenbau und Sakrale Kunst“ in der Liturgiekommission aufgelöst hat. Aus zwei Tagungen in Hofgeismar und in Marburg unter dem Titel „Religiöser Charme der Kunst - ästhetischer Charme der Religion“ ging ein Buch hervor.

Die uralten Beziehungen zwischen Kunst und Religion unter den freundlichen Begriff des Charmes zu stellen, war eine einladende Idee. „Die Autonomie von Kunst und Religion hat zu einer neuen Attraktivität der Partner füreinander geführt“, behauptet der Klappentext optimistisch. Siebzehn Beiträge von evangelischen und katholischen Theologen, Kunstwissenschaftlern und Künstlern (die Letzteren wie seit Friedhelm Mennekes üblich im Interview herbeizitiert) beleuchten das weite Feld aus unterschiedlichen Richtungen.

Reinhard Hoeps entwickelt katholische Bildtheologie. Philipp Stoellger kritisiert als evangelischer Theologe Beltings „Bild und Kult“ als „antiklerikale Religionskritik“. Wolfgang Ullrich sieht in der „Erhabenheit des Kunstmarkts“ eine „Verfallsform von Transzendenz“. Ein anregender Gedankenaustausch.

Peter B. Steiner



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