69. JAHRGANG 2017WWW.CHRIST-IN-DER-GEGENWART.DEFREIBURG, 24. September 2017


Erzbischof Zollitsch beim Papst
Von CIG-Redaktion
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch von Freiburg, hat sich positiv über seine Audienz bei Papst Benedikt XVI. geäußert. „Es gibt keine Punkte, die uns trennen“, sagte Zollitsch. Nirgendwo im Vatikan sei er „mit Vorwürfen empfangen worden“. Er habe dem Papst die Befürchtungen von „vielen gute Katholiken“ dargelegt und von den Ängsten berichtet, „denen ich in Deutschland überall begegnet bin“. Die Sorge, dass mit dem ­Zugehen auf die Pius-Bruderschaft eine Relativierung des Konzils verbunden sein könnte, treibe viele um. „In der Kirche in Deutschland herrscht Unruhe.“

An der Kurie habe er versucht, um Verständnis zu werben, dass nicht hinter jeder freimütigen Diskussion und Kritik ein Mangel an Loyalität gegenüber dem Papst steht. Zollitsch forderte die Pius-Bruderschaft auf, sich im Umgang mit den Bischöfen zu mäßigen und ihre Attacken gegen vermeintliche „Irrlehren“ einzustellen. „Wenn ich mit jemandem ein Gespräch will und Einheit will, dann darf ich ihm nicht ständig ins Gesicht schlagen.“ Der Vorwurf gegen ihn persönlich, er würde nicht eindeutig hinter dem Papst stehen, sei unfair und sachlich falsch.

Den versöhnlichen Papstbrief an die ­Bi­schöfe nannte er „großartig“ und „sehr persönlich“. Er bekräftigte, dass es nun um die theo­logischen Fragen gehen müsse und er hoffe, dass diese „Klärung nicht zu lange hinausgeschoben wird.“ Es werde allerdings keine Gespräche zwischen der deutschen Bischofskonferenz und der Pius-Bru­der­schaft geben. Deren An­sprech­part­ner sei Rom.

CIG 13/2009

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